Sehr geehrte Angehörige,

in den letzten Tagen haben wir viele persönliche Gespräche und Telefonate mit Angehörigen unserer Bewohner/innen geführt. Wir haben von Ihren Sorgen gehört und verstehen Ihre Ängste hinsichtlich dem Wohlergehen Ihrer Liebsten, die bei uns wohnen.

Nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis gehören ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu den besonders gefährdeten Gruppen der COVID-19-Pandemie. Die bittere Wahrheit ist: Unsere Bewohner/innen haben im Falle einer Corona-Infektion ein besonders hohes Risiko eines schweren oder fatalen Krankheitsverlaufs.

Unser Anliegen ist es daher, Infektionen soweit irgend möglich zu vermeiden. Wir haben uns in Abstimmung mit den zuständigen Behörden -der Heimaufsicht und der Ortspolizei- bereits am 16.03.2020 dazu entschlossen, unser Haus für Besuche zu schließen. Die Verordnung der Landesregierung vom 17. März 2020 zum Infektionsschutz verbietet Besuche in stationären Pflegeheimen grundsätzlich. Derzeit können wir leider noch nicht absehen, wie lange dieser Zustand aufrechterhalten werden muss.

Die allermeisten Angehörigen verstehen und akzeptieren die Maßnahme. Allerdings gibt es einige wenige, die unsere Mitarbeiter/innen in unnötige Diskussionen hierüber verwickeln und sogar beleidigend werden, wenn Ihnen Besuche verwehrt werden. Bitte unterlassen Sie ein solches Verhalten. Unsere Mitarbeiter/innen geben wirklich Alles und müssen sich weder anfeinden noch beleidigen lassen. Sie engagieren sich weit über das erwartbare Maß hinaus. Das verdient unseren höchsten Respekt als Arbeitgeber und auch Ihren Respekt als Angehörige.

Unsere Mitarbeiter/innen handeln nicht willkürlich, sondern sie befolgen Regeln zum Schutz der Bewohner/innen.

Die Formel ist eigentlich ganz einfach: Persönliche Kontakte vermeiden heißt Leben retten. Dieser Maxime folgen letztlich auch die Ausgangsbeschränkungen der Landesregierung.

Wir verstehen, dass Sie auf-dem-Laufenden bleiben wollen und bitten Sie folgende Anregungen und Maßnahmen aufmerksam zu lesen:

  1. Telefonische Sprechzeiten für Angehörige:
    11:00 bis 12:00 Uhr und 19:30 bis 20:30 Uhr
    unter Telefon 07156/4301-0

    Bitte beschränken Sie Ihre Anrufe auf diese Zeiten, damit wir für Ärzte, Krankenhäuser Lieferanten, Behörden etc. erreichbar bleiben.
  2. Wir haben eine große Zahl von Tablet-Computern angeschafft, über die Sie mit unseren Bewohnern via FaceTime und Whatsapp in Kontakt treten können.
    Wenn Sie diesen Weg der Kommunikation nutzen wollen, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer Handynummer an sozialdienst@breitwiesenhaus.de. Ferner müssen Sie uns mitteilen, ob Sie per FaceTime oder Whatsapp erreichbar sind.
  3. Bewohnerwäsche kann aus Hygienegründen ab sofort nicht mehr von Angehörigen gewaschen werden. Die Wäsche würde z.B. im Falle einer Quarantäne der Angehörigen nicht mehr zu uns kommen dürfen. Wir werden daher die Bewohnerwäsche ohne Ausnahme und ab sofort an unsere Wäscherei übergeben und bitten um Ihr Verständnis.
  4. In der letzten Lebensphase oder bei besonderer psychischer Belastung können Angehörigenbesuche in Einzelfällen ermöglicht werden. Die abschließende Entscheidung hierüber trifft allein die Einrichtungsleitung nach Abwägung des Risikos und ggf. nach Konsultation der behandelnde Ärzte bzw. des Pflegepersonals. Ein Besuch kann darüber hinaus nur gestattet werden, wenn der Infektionsschutz gewährleistet werden kann.
  5. Allgemeine Informationen zu unserem Vorgehen während der Pandemie finden Sie regelmäßig auf unserer Homepage

Zum Schluss noch eine ganz persönlich Bitte:
Folgen Sie den Hinweisen und Maßnahmen zum Infektionsschutz seitens der Behörden und vermeiden Sie soziale Kontakte soweit es geht, selbst dann, wenn Sie nicht zu einer Risikogruppe gehören. Sie schützen damit das Leben all derer, die besonders gefährdet sind.

Sie helfen uns und unseren Bewohner/innen am besten, indem Sie zu Hause bleiben.

ppa. Ulla Schaich, Einrichtungsleitung
Falko Piest, Geschäftsführer